Teppen und die Zusammenfassung

Die Protagonistin speilt in der Beziehung zu Innstetten nicht nur keine erste Geige, sie scheint sogar sein Eigentum zu sein. Sie ist gewöhnt, sich so zu verhalten, wie ihr Mann oder die Gesellschaft von ihr erwartet. Das beschränkt sich aber nicht auf ein bestimmtes Thema sondern betrifft das ganze Leben. Sie will aber in ihrer Ehe die Forderungen an die Frau von Adel erfüllen. Ihre Aufgaben als Ehefrau, welche von der Konvention bestimmt wurden, beschränken sich auf das stumme Dasein und den Müßiggang. Effi könnte man leicht als die Gefangene ihres Mannes bezeichnen- sie bekommt von ihm nicht davon, was sie braucht und er kann vor ihr alles fordern, was er auch will. So wird ihr Ehebruch als Ausbruch aus dem privaten Gefängnis zu bezeichnen (Johannes Treppen stimmt dieser Äußerung nicht zu). Der Ehebruch in ,,Effi Briest" resultiert also aus verschiedenen Aspekte, die es kategorisch vergeben, dass man den Ehebruch auf eine einzige Ursache, die leicht zu benennen ist, beschränkt. Man kann zu der Schlussfolgerung kommen, dass Effis Ehebruch ein unglückliches Zusammentreffen der vielen Aspekten, von deren einige von mir besprochen wurden, darstellt (auch diese These wurde von Johannes Treppen nicht unterstützt). Denn die Beziehung zwischen den Eheleuten besonders kühl ist, hat man keine Hoffnung auf ein glückliches Ende.